Erster Schritt: verloren oder gestohlen?
Ist dein Führerschein schlicht verloren gegangen, kannst du direkt bei deiner Führerscheinstelle einen Ersatz beantragen. Wurde er gestohlen, lohnt sich zusätzlich eine Anzeige bei der Polizei – die Bescheinigung darüber ist für die Führerscheinstelle hilfreich und kann bei möglichem Missbrauch wichtig werden.
Ersatzführerschein bei der Führerscheinstelle beantragen
Zuständig ist die Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle) deines Hauptwohnsitzes – bei dir also die Stelle, bei der du auch deinen ursprünglichen Führerschein bekommen hast. Für den Antrag brauchst du:
- Gültigen Personalausweis oder Reisepass
- Ein aktuelles biometrisches Passfoto
- Eine eidesstattliche Versicherung, dass der Führerschein tatsächlich verloren gegangen ist und nicht in betrügerischer Absicht zurückgehalten wird
- Bei Diebstahl: die Anzeigenbescheinigung der Polizei
Was kostet der Ersatzführerschein?
Mit mehreren Positionen musst du rechnen: eine Bearbeitungsgebühr von rund 5 bis 20 Euro, der eigentliche Ersatzführerschein für rund 35 bis 40 Euro und die eidesstattliche Versicherung für weitere rund 30 bis 40 Euro bei der Behörde. In Summe liegen die Kosten meist bei rund 70 bis 100 Euro – die genaue Höhe legt deine Führerscheinstelle fest.
Wie lange dauert es?
Die Bearbeitung dauert in der Regel vier bis sechs Wochen, bis der neue Kartenführerschein vorliegt oder per Post zugestellt wird. Für die Übergangszeit lässt sich bei vielen Führerscheinstellen ein vorläufiger Führerschein ausstellen, mit dem du in der Zwischenzeit weiterfahren darfst.
Alter Führerschein wieder aufgetaucht?
Findest du dein ursprüngliches Dokument nach der Ersatzbeantragung wieder, ist es in der Regel ungültig geworden und muss an die Führerscheinstelle zurückgegeben werden – maßgeblich ist ab dann nur noch der neu ausgestellte Ersatzführerschein.